Stille Entzündungen - Die "Schläfer" unseres Immunsystems

Ein bisschen Feuer unterm Hintern schadet bekanntlich ja nicht. Artet es aber zu Schwelbränden aus, ist Vorsicht geboten. Was haben so unterschiedliche Zivilisationskrankheiten wie Darmentzündungen, Arteriosklerose, Alzheimer, Arthritis, Diabetes, Allergien und Chronische Müdigkeit gemeinsam? Fast immer liegt ihnen eine Entzündung zugrunde, die schleichend entsteht, permanent lodert und lange Zeit unbemerkt bleiben kann.

 

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Die Suche nach dem "Herd" (also nach der Ursache), das Immunsystem zu "beruhigen", die Fremdstoff-Abwehr und -Toleranz wieder ins Gleichgewicht zu bringen zählen zu den ersten Maßnahmen. Da die Verschiebung dieses Gleichgewichts vor allem durch äußere Faktoren getriggert wird, empfehlen Ernährungswissenschalfter folgenden Plan:

  • Suche nach der Ursache
  • Linderung der Entzündung
  • Gesunde und abwechslungsreiche Ernährung
  • Nahrungsergänzungsmittel in ausgewogener, bedarfsgerechter Kombination
  • Sportliche Betätigung
  • Ausgewogene Work-Life-Balance

Eine spezielle Rolle erfüllt in diesem Bereich die Kurkumawurzel: Curcumin und andere Curcuminoide gelten in der traditionellen Naturheilkunde seit Jahrtausenden als hochpotente pflanzliche Entzündungshemmer. In Kombination mit anderen Polyhenolen aus Grünem Tee und Ingwer lindern sie Entzündungen effizient, aber dennoch mild und nachhaltig.

 

Kurkuma gibt dem Curry seine typische goldgelbe Farbe, wird aber nicht nur zum Würzen, sondern auch zum Färben verwendet, zum Tee verkocht als goldene Milch getrunken und auch für medizinische Zwecke benutzt. Viele bezeichnen Kurkuma inzwischen als „Superfood“. 2011 wurden knapp 2.400 Tonnen Kurkuma als Knollen oder Pulver in den deutschsprachigen Raum importiert, fünf Jahre später waren es bereits rund 3.500 Tonnen – so viele wie noch nie.

 

Woher kommt der Kurkuma-Boom?

Die Gattung Curcuma gehört zur Familie der Ingwergewächse, den sogenannten Zingiberaceae. Wie der Ingwer besitzt die Kurkuma sogenannte Rhizome, also Triebe, die unterirdisch wachsen. In den Rhizomen speichert die Pflanze besonders viele Nährstoffe. Innerhalb der Gattung Curcuma gibt es etwa hundert Arten, die meisten davon sind noch gar nicht erforscht. Curcuma longa ist die bekannteste Kurkuma-Sorte und ist in Indien, auf Java und Sumatra, in Thailand und China beheimatet.

 

Kurkuma oder Curcumin? 

Beide Begriffe sind korrekt, stehen aber für unterschiedliche Sachen. Der wichtigste Bestandteil der Kurkuma Pflanze ist der gelbe Farbstoff Curcumin. Curcumin wirkt antioxidativ, antiviral und antibakteriell, stärkt das Immunsystem, wird als natürliches Schmerzmittel eingesetzt, unterstützt die Entgiftung und stärkt Magen und Darm.