Der "Fett-macht-dick!"- Irrtum: Fettsäuren genauer betrachtet

Fettsäuren genauer betrachtet

 

Fette zählen, neben Kohlenhydraten und Proteinen, in unserem Breiten zu den drei mengenmäßig dominanten Kalorienlieferanten. Als Synonym bezeichnet werden kann: Fett macht dick! 

Dieser Stehsatz aber ist ebenso unwahr wie die pauschale Behauptung, alle Bergbauern könnten nicht schwimmen.

 

Gute und böse Fettsäuren

Ernährungsphysiologisch relevant sind also jene Fettsäure-Anteile an unseren Nahrungsfetten und -ölen, die unser Organismus nicht selbst synthetisieren kann: die Trans-Fettsäuren sowie die ein- oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Es bleiben die ungesättigten Fettsäuren der Klassen Omega-3, -6 und -9, die wir aufgrund unserer großteils fehlenden Enzymkompetenzen nicht bedarfsadäquat umwandeln können. 

 

Nicht jedes Fett macht dick

Die ein- und vor allem mehrfach ungesättigten Fettsäuren werden im Rahmen der ernährungsmedizinischen Diagnose und Therapie noch einen sehr wichtigen Stellenwert einnehmen. Unser Stoffwechsel kommt um die bedarfsadäquate Zufuhr dieser wichtigen essenziellen Nährstoffe nicht herum. Es spielt eine entscheidende Rolle in welchen Mengen wir das unserem Körper anbieten, um optimale Effekte zu erzielen.

Eines ist jedoch klar: Unser Körper verzichtet auf die energetische Verwertung hochungesättigter Fettsäuren, weil er mit der Verbrennung der Kohlenhydrate und der gesättigten Fettsäuren weniger Arbeit hat.